KLassenhundprojekt in der Klasse 2b
Mein spannendes Leben als Klassenhund
Seit Mai 2011 habe auch ich nun einen Job – als Klassenhund!
Auf der Hundewiese erzählen viele von meinen Kumpels, dass sie morgens mit ins Büro von Frauchen gehen dürfen oder in einem Laden an der Theke das Leben genießen können. Doch in die Schule gehen zu dürfen ist das Allergrößte!!
Ich stell´ mich am besten mal kurz vor:
Ich heiße „Pauli“ und bin 2 Jahre alt (genau das richtige Alter, um in die Grundschule zu gehen!). In Bielefeld wohne ich bei meinem Frauchen Leonore Baumjohann-Gröne und ihrem Mann Wolfgang. Ich gehöre zu der Rasse der Golden Retriever. Ein Beruf als Klassenhund liegt bei uns in der Familie, denn einige meiner Verwandten gehen selbst in eine Schule in Münster/Westfalen.
Nachdem alle rechtlichen Dinge geklärt waren, heißt es für mich nun:
Jeden Donnerstag geht’s in die Schule. Das ist für alle Beteiligten ein besonderer Tag in der Woche, wo noch nie jemand gefehlt hat.
Damit sich alle gut verstehen, haben die Kinder zu Beginn Regeln aufgestellt; wie sie mit mir umgehen sollten, dass ich (leider) nicht von leckerem Frühstücksbrot gefüttert werde, wo ich auch mal Ruhe im Klassenraum finde, usw.
Es sind auch immer zwei Kinder für mich zuständig, die frisches Wasser bereitstellen und zur Pause den Türdienst übernehmen.
Die Klasse 2b ist im Umgang mit mir und miteinander sehr rücksichtsvoll. Alle meinen, ich würde die Freude am Lernen fördern. Glaub´ ich sofort! Denn in der Regel bin ich recht cool und ruhig – das scheint sich zu übertragen, so dass es im Unterricht viel leiser und konzentrierter zugeht.
Die Kinder haben in der kurzen Zeit schon viel Vertrauen zu mir aufgebaut und streicheln mich häufig – ich glaube, dass tut auch ihnen gut!
Wenn die Schüler lesen, höre ich gerne zu – auch wenn sie mir ihre Sorgen ins Ohr flüstern. Na klar gibt es bei uns auch Kinder, die etwas verschlossener sind – und vielleicht auch ein bisschen Respekt vor mir haben. Doch genau zu denen schleiche ich mich unter den Tisch, so dass sie mir immer mehr vertrauen. Andere üben mit mir kleine Kommandos zum Sitzen und Liegen. Dabei haben sie schon gelernt, deutlich zu sprechen und klare Anweisungen zu geben. Das sind echte Profis!
Auch für Schreibanlässe bin ich schon eingesetzt worden, denn den Kindern macht es Spaß, über mich Geschichten zu schreiben.
Seit ich in der Klasse bin, achten alle viel mehr auch Sauberkeit auf dem Boden. Nichts wird einfach so fallengelassen, denn es könnte für mich gefährlich sein. Bei kleinen Spaziergängen dürfen die Kids mich manchmal an der Leine halten. Das ist ganz schön aufregend!
Wenn morgen wieder Donnerstag ist, stehe ich genauso wie die Kinder total gern auf und gehe in die Schule. Wir freuen uns einfach alle aufeinander und lernen – jeder auf seine Art – und mit ein bisschen „Hundehilfe“.
Macht´s gut, eure Pauli




